|











Stand: 10.01.2009
|
Festival in der Theaterscheune
Zwei Reisen in die Romantik: heute Sehnsucht – morgen Fremde?
erster Abend: 06.07.02 (20 Uhr) |
"Sehnsucht" - Reise in die Romantik
mit der Kreismusikschule Alzey, Claudia Draser, Sabine Kalmer
in der Regie von Kornelia Kopf und Annette Storr |
zweiter Abend: 07.07.02 (20 Uhr) |
"... in die Stille ..." - Tanztheatergastspiel
Reise in die Romantik zu Schuberts "Winterreise"
Michaela Isabel Fünfhausen, Christiane Conradt, Kim Zieschang
|
| Veranstaltungsort |
Theaterscheune im Weingut Storr Westhoferstraße 1, 55232 Alzey-Dautenheim
|
| Gefördert vom Kultursommer Rheinland-Pfalz
|
|
Das Gastspiel " ... in die Stille ... " der Bochumer Künstlerinnen Michaela Isabel Fünfhausen (Tanz),
Christiane Conradt (Cello) und Kim Zieschang (Schieferbühne) beschäftigt sich mit Fragmenten aus
Schuberts "Winterreise": "Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh ich wieder aus", so der Text aus
dem ersten Lied des Zyklus. Eine Reise ist es denn auch, die der Zuschauer erlebt,
eine Reise in der Zeit. |

Michaela Fünfhausen (Tanz) |
|
Staubig geht es zu, in einem Wabenfeld aus Schiefertäfelchen sucht die
Cellistin, ein Instrument als Stock, eins auf dem Rücken, ihren Weg, spielt noch
ein paar Anklänge an die Romantik und dann aber ihre eigenen Tonläufe.
Unter einer schweren Schieferwand, die von der Decke hängt,
erscheint die Tänzerin, liegend, rollend, sie wird in ihrem
Tanz am Ende des Abends alle Daseinsformen, kreatürliche wie menschliche,
durchlaufen haben. Sehnsucht und Fremdheit sind hier aufs engste verklammert und
finden dann doch in der Musik und im Tanz ihre eigene, schöne Auflösung. |

Christiane Conradt (Cello) |
|
Zu diesem Gastspiel gibt es einen Vorabend. Ihn gestalten Schüler und Schülerinnen der Kreismusikschule
Alzey, deren Leiterin Claudia Draser und die Gesangslehrerin Sabine Kalmer. Regie führen Kornelia Kopf
und Annette Storr. Was ist für uns romantische Musik und haben wir
einen Zugang? ist die Frage, die dem Konzert, das aber ein Theaterabend sein wird, zugrunde liegt.
So hat jeder Interpret seine eigene Geschichte mit dem Stück, das er da übt. Was für einen Geschmack
hat denn das "Bildungsgut" für jeden einzelnen, der sich da heimlich, für sich, zu Hause, Tag für
Tag übend damit abmüht oder auch vergnügt? |
 |
|
Und was bekommt der Zuschauer davon zu Gesicht beim
Auftritt. Normalerweise fast nichts, nur in kleinen Gesten vielleicht, in verstohlenen Kommentaren,
die dem Interpreten, wenn, dann mehr beiläufig unterlaufen. Wie man heutzutage die Kurve zur
Romantik und ihrem Liedgut zu nehmen weiß, davon erzählt dieser "Vorabend zur Romantik", der ein
Heimatabend sein wird, mit "Gaststars" aus Berlin, die ihre Lieblingsgedichte mitbringen und rezitieren.
Auch dieser Abend spielt im Schiefer-Bühnenbild von Kim Zieschang. |
Kim Zieschang |
| |